Aktion "Rote Couch" nach der Bundestagswahl

„Wir!“ sind Deutschland – eine offene und

facettenreiche Gesellschaft!

 

Fast 6 Millionen Deutsche haben am 24. September die AfD gewählt. Eine Partei, die seit ihrem Bundesparteitag im April 2017 immer weiter nach rechts gerückt ist. Diese Partei, die nur Hass verbreitet und Angst schürt, in der sich der braune Sumpf immer offensichtlicher und rassistischer ausbreitet, darf gerade in Deutschland keine Rolle spielen. Das Wahlergebnis ist ein fatales Signal für Europa und die Welt. „Deutschland erwache“, heißt es in einem Gedicht von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930. Und „Wehret den Anfängen“ machte zur gleichen Zeit die Runde in einer Welt, die immer verrückter geworden war – ähnlich wie die Welt von heute.

Am 13. September 2017 fand auch deshalb die Aktion Rote Couch mit unterschiedlichsten Teilnehmern vor dem Bundestag statt. Sie ist der Anfang einer Initiative, die mehr als 60 Prozent der AfD-Wähler zurückgewinnen will, die eigentlich mit der AfD gar nichts am Hut haben. Die Aktion wurde auf Bildern und in einem Doku-Film festgehalten.

Einer der Teilnehmer, der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Michael Vesper sagte am 13. September auf der Roten Couch: „Ein Ball kann Wunder bewirken“. Wie viel positives Wir-Gefühl Sport bewirken kann, zeigt zum Beispiel der Fußball. Er hat in Deutschland einen hohen Stellenwert und liefert immer wieder positive Ergebnisse, die oft unserer gesamten Gesellschaft zu Gute kommen. Die Fußballweltmeister von 1954 haben uns als Mannschaft im sportlichen Wettstreit mit ihrem Kampfgeist, ihrer Leidenschaft und ihrem Siegeswillen auf dem Weg zum Wirtschaftswunder einen wunderbar wuchtigen Tritt verpasst. Der Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 kam zum richtigen Zeitpunkt auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Während der Heim-WM 2006 zeigte sich Deutschland von seiner besten Seite. Die Welt war zu Gast und erstaunt über die Heiterkeit und Ausgelassenheit während des Turniers. Bei den Weltmeistern 2014 in Brasilien standen viele Fußballer mit Migrationshintergrund auf dem Platz. Diese Mannschaft hat gezeigt, wie man gemeinsam ein Ziel erreicht.

Nun können die Menschen in Deutschland zeigen, wie man eine Mannschaft bildet, um – geführt von einem starken Kapitän – Integrationsweltmeister zu werden. Eine solche Mannschaft könnte als Vorbild ein Kandidat für den Friedensnobelpreis in den kommenden Jahren sein.

 

Was wir jetzt dringend benötigen, ist mehr soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit sowie eine große und starke Bewegung, in der alle mitmachen, die die AfD nicht gewählt haben. Unterstützt von Vorbildern aus allen gesellschaftlichen Bereichen und den Medien, die in glaubwürdiger Weise für eine vernünftige Aufklärung der Menschen sorgen. So kann ein Bollwerk für eine lebendige und gefestigte Demokratie und gegen den extremistischen Populismus entstehen.

Die Integration gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen und die Regeln eingehalten werden. Die religiösen Hassprediger und diejenigen unter den Flüchtlingen, die die Grundrechte wie die Religionsfreiheit und die Gleichberechtigung durch Intoleranz missachten oder sogar mit Gewalt dagegen verstoßen, sind nicht willkommen – weder in den Flüchtlingsheimen noch in den Kommunen und Städten in ganz Deutschland. In derartigen Fällen ist zur Wahrung von Frieden und Freiheit die schnellstmögliche Abschiebung unvermeidbar.

12,6 Prozent der Wähler schicken 94 Abgeordnete der AfD in den Bundestag. Doch mehr als 87 Prozent der Deutschen können es schaffen, die AfD ins Abseits zu stellen und als Rumpeltruppe ins Leere laufen zu lassen – mit medialer Begleitung und Unterstützung.

In seinem Leitartikel „Ein Bollwerk gegen den Vertrauensverlust“ zitierte VRM-Herausgeber Hans Georg Schnücker Stewart Alsop, der bereits im letzten Jahrhundert formulierte: „Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.“

Das Buch mit 22 Gastbeiträgen, dass im Vorfeld der Aktion „Rote Couch vor dem Bundestag“ über die AfD geschrieben wurde, ist seit dem 22. September in aktualisierter Form im Handel erhältlich unter dem Titel Homo progressivus – Die energische Zurückweisung.
Mehr zum Buch lesen Sie hier.