Wir haben Juni 2021

Ein halbes HURRA... die Baugenehmigung ist nach sagenhaften 11 Wochen !!!! trotz positiver Bauvoranfrage endlich eingetroffen. Also glaubt nicht, dass es mit positiver Bauvoranfrage schneller ginge in der Bearbeitungszeit. Gut, wir hatten auch das Pech, dass sich der Sachbearbeiter in der Behörde geändert hatte. Aber Leute....11 Wochen? 

Für uns der super Gau, da in der Zwischenzeit das Material so teuer geworden ist (sofern überhaupt verfügbar), dass wir jetzt über unser eigenes Netzwerk Materialien beschaffen, die wir brauchen. Mal eben im Baustoffhandel anrufen und bestellen -> ist nicht! 

Wenn wir unser Projekt dieses Jahr weiter durchziehen, wird das unter Extrembedingungen geschehen (alles Corona geschuldet und auch der Globalisierung, die uns hier um die Ohren fliegt -> wen es interessiert: eine Erklärung hierzu am Ende): 

 

1. Die Planung größtenteils virtuell per Telefon, Skype oder erlaubte Vor-Ort-Termine

2. Materialbeschaffung mit Corona-Test im Baustoffhandel oder über eigene Kontakte, weil schlicht alles leer gefegt ist oder den dreifachen Preis hat. 

3. Firmensuche über unser Netzwerk oder Mundpropaganda, da ausgebucht bis ultimo oder kein Interesse, weil wir zu "klein" sind. 

 

Wir haben unseren Anbau mittlerweile aus der Not komplett umgeplant. Eigentlich wollten wir die Wohnung, die über einer Doppelgarage saniert wird in Holzständer-Bauweise errichten. Auch um Material mit der gleichzeitigen Sanierung des Fachwerkhauses einzukaufen. Das können wir uns zu den derzeitigen Preisen schlicht nicht leisten!!! Daher kommt eine unserer Recherche Ideen nun doch zum Zuge. Ein Vollholzhaus (Holz 100), welches auch die KfW Bedingungen erfüllen kann und das Holz wird zu bestimmten Zeiten geschlagen und verarbeitet. Kein esoterischer Quatsch sondern seit Jahrzehnten so umgesetzt. Ist nur vergessen bzw. verdrängt worden, weil es mehr Zeit benötigt. Die will ja kaum jemand mehr investieren -> schneller Erfolg ist gewünscht.

 

Das heisst unsere Wohnung wird ein Haus, welches auf die Doppelgarage aufgesetzt wird. Es wird in Österreich gefertigt und mit einem deutschen Partner bei uns  in 2 Tagen zusammen gesetzt. Dann muss es "nur" noch an Strom und Wasser angeschlossen werden. Fertigbau ja, aber zu 100 % wieder verwendbar oder auch an anderen Ort versetzbar! Wir werden weiter berichten

 

Exkurs Globalisierung und Materialmangel bzw. kosten: 

Da wir Materialien durch die ganze Welt befördern bzw. die Herstellung in diversen Ländern erfolgt, holt uns unsere Geiz-ist-geil-Mentalität ein. Ich mag es gerne kurz, deshalb hier auch im Telegramm Stil. 

Holz: USA, China Nachfrage hoch, da Konjunktur anspringt. USA könnten aus Kanada beziehen, da aber Schädlingsbefall sehr hoch, wird in Europa eingekauft. 

Kunststoff: KG Rohre werden viel in USA produziert. Hier hat der harte Winter Auswirkungen gezeigt, da Werke schliessen mussten. 

Beton: eh schwierig aufgrund der steigenden Baunachfrage durch die Niedrigzinspolitik (noch immer der Finanzkrise geschuldet)

Logistik des Materials: Schifffahrt zum Großteil. Aber durch Corona können die Crews nicht ausgetauscht werden. Also liegen die Schiffe...

Werden wir hieraus lernen oder es anders machen?