Alles vor Jahr 2020

Was haben wir vor?

 

Wir wollen ein Fachwerkhaus (Elternhaus) und eine Wohnung sanieren und versuchen beide Wohneinheiten autark versorgen zu können. Das bedeutet im Idealfall folgendes:

 

1. Stromversorgung autark

2. Heizung autark

3. Wasserversorgung autark

 

Wo wir rauskommen, wird sich zeigen. Das ist unsere Wunschliste. Jaha....jeder weiß, wo das hinläuft. Aber träumen ist zum Glück nicht verboten.

 

Wie kam es dazu?

 

Die Familie war bis im Jahr 2019 auf Niedersachsen und Rheinland-Pfalz aufgeteilt. In diesem Jahr ist unsere  Mutter (meiner Schwester und mir)  verstorben und mein Wunsch so nah wie möglich an der verbliebenen Familie und vor allen Dingen dem unerwarteten Patenkind nah zu sein, war riesig. Unser Vater war bereits verstorben, so dass nur noch wir beide da sind. Großeltern gibt es bei uns Mädels auch nicht mehr.

 In 2019 überraschte ich meinen Mann damit, dass ich gerne in mein Elternhaus zurück kehren möchte, um meinem Patenkind (Kind meiner Schwester) näher sein zu können. Im Urlaub auf Usedom hatte dieser Zeit sich Gedanken zu machen und sagte: wie könnte ich dem wichtigsten Menschen in meinem Leben diese Bitte abschlagen? ......

Gesagt getan. Damit fing das Projekt an. Warum nicht unsere Finanzen und Kräfte bündeln, um das Elternhaus und die dazugehörige Wohnung zu sanieren? Aber nicht einfach nur das sondern auszuloten wie autark sowas geht. Wie weit kann man autark leben? Wir hatten in RLP vor ein Minihaus zu bauen (nicht Tiny House), um so unabhängig wie möglich zu leben. Diesen Anspruch übertragen wir nun auf ein bestehendes Fachwerkhaus plus Wohnung.

 

Was stellen wir uns vor?

 

Die Wohnung, die über einer Doppelgarage existiert, soll beide Wohneinheiten mit der Photovoltaik versorgen. Wichtig ist uns die bestehenden Gegebenheiten zu nutzen und nicht weiter Fläche zu versiegeln. Es ist einfach neu zu bauen und damit die Energiestandards zu erfüllen. Aber geht das auch mit bestehenden Gebäuden? Ich kann mir mein Elternhaus nicht aussuchen. Es ist da und besteht. Was ist machbar?

 

Wieviel Recherche und Wissen ist nötig?

 

Viel..... sehr viel..... und..... viel Eigenrecherche. Ja, ich kann mir Wissen einkaufen und Experten an Bord holen. Es gibt auch zahlreiche Programme, die hier finanziell unterstützen, aber.......... nur wir selber wissen, was wir im Alltag gebrauchen und verbrauchen. Was meine ich?

- Wie viel Zeit verbringe ich zu Hause? Arbeite ich zu Hause? Stromverbrauch höher.

- Wie oft dusche ich oder nehme ein Vollbad? Wasserverbrauch hoch

- Will ich im T-Shirt ganzjährig sitzen? Heizbedarf hoch

 

Nur am Rande (bitte verinnerlichen): der größte Verbraucher ist unser Bedarf nach Wärme --> Heizung ist der größte Verbraucher. NICHT STROM!

Das Verhältnis Heizung / Strom = 70% Heizung / 30% Strom (grobe Faustregel)

 

Es ist sehr wichtig sein eigenes Verhalten ganz genau unter die Lupe zu nehmen und große Verbraucher zu identifizieren.

 

Wir haben mit 4 Erwachsenen monatelang Recherche betrieben (6-12 Monate). Wofür?

 

- welche Systeme gibt es auf dem Markt und was kosten diese

- was macht für uns Sinn und erfüllt unsere Anforderungen

- wie aufwendig ist die Installation und Wartung

- erfüllt es unsere Anforderungen und ist finanzierbar

 

Wir sind dann letzten Endes bei den gleichen Anbietern rausgekommen und haben in der Familienrunde die Anbieter besprochen und fest gelegt. Der große Vorteil: es gibt kaum Auswahl, daher auch keine Ausschreibungen über den Architekten sondern Einzelvergabe.

 

Ganz wichtig: Kümmert euch! Ihr werdet vor der Technik stehen und euch kümmern müssen.

Alles, was unbewusst genutzt wird, steht jetzt auf dem Prüfstand:

- wie oft gehe ich auf Toilette?

- wie oft dusche ich?

- wieviel Wasser verbrauche ich?

- wieviel Strom wird verbraucht

- was ist mein Heizbedarf?

 

Sommer kaum Problem --> Winter ist die Herausforderung, um den Energiebedarf zu decken